Donnerstag, 12. Januar 2012 @ 15:36
Weniger dem Gründer der modernen Olympischen Spiele (Baron Pierre de Coubertin) zu geordneten Glaubensbekenntnis verpflichtet, fühlt sich allerdings die herrschende Politriege. „Für sie ist nicht das olympische Motto „Citius – Altius – Fortius**) wichtig, sondern sie wollen aus diesem Großevent kurz vor der Gemeinderatswahl möglichst viel politischen Nutzen ziehen. Reihenweise drängen sie um bei der Eröffnungsfeierlichkeit, den SiegerInnenehrungen und der Abschlussveranstaltung ihre Eigenbeweihräucherungen rausposaunen zu können“, meint Stingl.
Diese Eventpolitik, in Verbindung mit der schier unfinanzierbaren Wohnungsituation, und den pseudofuturistischen Prestigeprojekten (zB Hungerburgbahn), „Betonparks“ (zB Landhausplatz) und künstlichen Gastronomiemeilen (zB Maria Theresienstraße) erinnert stark ans antike Rom. „Auch dort entstand aus einer Stadt aus Ziegeln eine 'Weltstadt aus Marmor'. Und, für's einfache Volk blieben nur Mietshäuser auf engstem Raum und als 'Beruhigungspille ' noch 'Brot und Spiele'! Einziger Unterschied zu heute: Die 'Jetztzeit-Tribunen' vergessen sogar auf die Brotgabe und haben schon jetzt, für die Zeit nach der Wahl, saftige Tarifverteuerungen und schmerzhafte Einsparungen in den Schubladen liegen“, befürchtet der KPÖ-Spitzenkandidat abschließend.