Freitag, 23. M�rz 2007 @ 01:08
"Burschen heraus!" beginnt ein Flugblatt [http://imzoom.info/zoom/burschen_heraus_landau.pdf[*1] ] anlässlich des
deutschnationalen Symposions
"175 Jahre Hambacher Fest - Beschränkung der
Meinungsfreiheit einst und heute" am 31. März 2007 mit anschließenden Festkommers in der
Jugendstilhalle Landau. Der FPÖ-Nationalratsabgeordnete
Lutz Weinzinger ist einer der Referenten. Da die Wiener
Burschenschaft Bruna Sudetia noch 1971 den "Anschluss" als Verwirklichung
des "Traum[es]" der Deutschen Burschenschaft vom großen Reiche aller Deutschen
sah, und Weinzinger Mitglied dieser schlagenden Burschenschaft ist, sowie schon
des Öfteren einschlägig in der rechtsextrem eingestuften Zeitschrift "Die Aula"
publizierte, erwartet Josef Stingl (KPÖ) wilde Angriffe gegen das Verbots- und
Wiederbetätigungsgesetz
unter dem Deckmantel seines Vortrages zum Thema "Die Meinungsfreiheit in der
heutigen Republik Österreich". Veranstalter dieser ominösen Veranstaltung ist die Deutsche Burschenschaft. Interessant dabei ist, dass die Deutschen Burschenschafter ihre Innsbrucker "Waffenbrüder" zunächst für militant hielten und ihnen 1983 die Aufnahme in den deutsch-österreichischen Dachverband Deutsche Burschenschaft (DB) mit der Begründung, diese beheimate "Männer mit terroristischer Gesinnung", verwehrten. Mittlerweile sind die Brixen jedoch in der DB aufgenommen worden und dieser harte Kern der deutsch-österreichischen Burschenschafterszene Žführt sogar den Vorsitz in der DB.
Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) zur Geschichte der Brixia: "Gegründet wurde diese Korporation 1876, und bereits 20 Jahre später wurde den Juden die Satisfaktionsfähigkeit abgesprochen, was gleichbedeutend mit der Einführung eines "Arierparagraphen" war. Aufgrund dieses Antisemitismus wurde die Brixia 1897 behördlich aufgelöst. Sie konnte zunächst jedoch als Rhaeto-Germania weiter bestehen. 1900 wurde aber auch diese wegen antisemitischer Hetze behördlich aufgelöst, worauf man sich in Ostmark umbenannte. 1952 wurde die Brixia als "Lebensbund deutschstämmiger Akademiker" reaktiviert. Im November 1961 schändete ein Brixe gemeinsam mit einem weiteren Burschenschafter (Suevia) den jüdischen Friedhof in Innsbruck.
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