Donnerstag, 28. Mai 2009 @ 00:11
Nun argumentiert LR Patrizia Zoller-Frischauf damit, dass das Land Tirol dafür kein Geld hat. Ihre Äußerung dazu: „Wir durchforsten derzeit alles. Die Bevölkerung hat wenig Verständnis, wenn wir nicht jeden Euro dreimal umdrehen. Ich glaube nicht, dass die Situation in Tirol so prekär ist, dass es dafür eine eigene Einrichtung braucht.“*) Doch nicht in allen Bereichen wird mit den Finanzmitteln des Landes so sparsam umgegangen. Trotz Wirtschaftskrise besitzt das Land noch Mittel für das Bergiselmuseum, dessen Bau alleine schon rund 20 Millionen Euro verschlingt. Wenn nun weiters die Subventionen das Land jährlich 350 000 € kosten**), so darf man sich zu recht fragen, ob das Projekt Bergiselmuseum einen derart hohen Wert für die Tiroler Gesellschaft hat, dass deswegen Vereine, die wertvolle gesellschaftliche Arbeit leisten vor die Hunde gehen sollen.
Nicht nur das FrauenLesbenzentrum ist vom Sparstift bedroht, sondern auch anderen Einrichtungen könnte das Aus drohen. Dass das Streichkonzert weiter geht, muss befürchtet werden: „Es geht um Dinge, die wirklich im Nutzen der Bevölkerung liegen und nicht um lieb gewonnene Geschenke, dafür ist momentan nicht die Zeit. Wir müssen sparen und das Geld dort einsetzen, wo es Sinn macht.***)“ Allerdings darf sich der/die SteuerzahlerIn fragen, ob die Gelder in der Euro 08 und im Bergiselmuseum wirklich sinnvoll eingesetzt sind. Gerade in Hinblick auf die Hofer-Verklärung, die auch von der Landesregierung mitgetragen wird, sollte man ich fragen ob die Förderung von emanzipatorischen Vereinen und Integrationsprojekten nicht gerade in Zeiten, in denen Hetze gegenüber MigrantInnen Frauen und Homo- Bi- und Transsexuelle (wieder) salonfähig sind, mehr im Nutzen der Bevölkerung liegen als Megaprojekte wie das Bergiselmuseum.
*)
http://tt.com/tt/home/story.csp?cid=7620592&sid=57&fid=21[*1]
**)
http://imzoom.info/article.php/20090526161546901[*2]
***)
http://imzoom.info/article.php/20090526161546901m/tt/home/story.csp?cid=7620592&sid=57&fid=21[*3]