Mittwoch, 23. Oktober 2013 @ 20:18
Denkverbote gibt es dann allerdings, wenn es um die Verteilungsfrage geht, und um die Frage, ob denn der Markt bei der Schaffung des Wohnraums wirklich so gut funktioniert. Denkverbote gibt es natürlich dann, wenn jemand anspricht, dass es weniger die Baukosten, sondern die Grundstückpreise sind, die die Wohnkosten in die Höhe treiben. Denkverbote gibt es immer dann, wenn jemand einfordert, den Immobilienmarkt trocken zu legen. Es ist Zeit, klar und deutlich die Eigentumsfrage zu stellen und auf den Tisch zu legen, dass es deshalb mit dem Wohnraum in Innsbruck schwierig ist, weil sich ein paar wenige an einem Grundbedürfnis aller Menschen bereichern. Es ist Aufgabe der Gesellschaft, dafür zu sorgen, dass der Reichtum der hier von allen produziert wird, allen zu Gute kommt. Im Moment wird allerdings wird der Reichtum von der Mehrheit der Bevölkerung zu einer kleinen Minderheit überführt. Alle müssen wir die Verluste Zahlen, während eine kleine Minderheit die Profite einheimst. Wenn in Zusammenhang mit Forderung nach klaren Mietzinsobergrenzen von „Enteignung“ gesprochen wird, wird dabei wohlweislich verschwiegen, dass die Schaffung des Reichtums der kleinen Minderheit durch die Ausbeutung der übergroßen Mehrheit Enteignung am laufenden Band ist. Dass der Zinswucher, der derzeit seine Blüten treibt, eine Enteignung der arbeitenden Bevölkerung in großem Stile ist.
Daher fordern wir KommunistInnen auch eine „Diskussion ohne Denkverbote“ ein. Eine breit angelegte Debatte, in der über Reichtum, Armut, über Wohnraum und dessen Verteilung in Innsbruck geredet wird!
1 http://www.grueneinnsbruck.at/2013/10/22/wohnungsvergabe-entwurf-in-arbeitsgruppe-diskutieren/