Dienstag, 15. Januar 2013 @ 15:15
Darabos hat vor kurzem noch gesagt die Wehrpflicht ist in Stein gemeißelt. Warum nun der Schwenk des Verteidigungsministers?
Innerhalb der EU ist eine Profiarmee von den Machteliten erwünscht. Die Diskussion soll die Bevölkerung verwirren und von wirklichen Problemen ablenken. In Wahrheit geht es darum, das Bundesheer auf Angriffskriege und zum Einsatz gegen die eigene Bevölkerung vorzubereiten. Damit ist es leichter Beschlüsse wie das Sparpaket oder den Fiskalpakt im Notfall militärisch durchzusetzen. Der ehemalige SPÖ Finanzminister und nun Großindustrielle Hannes Androsch hat gesagt, warum er die Wehrpflicht abschaffen und in eine Berufsarmee umbauen möchte. Nämlich , damit das Heer in der Lage ist, wirtschaftliche Interessen außerhalb Österreichs mit Waffengewalt durchzusetzen. Die SPÖ scheint wenig aus der österreichischen Geschichte gelernt zu haben. Im Februar 1934 schoss ein Berufsarmee auf die eigene arbeitende Bevölkerung.
Wir sprechen uns aber auch gegen die opportunistische Meinung der ÖVP und FPÖ aus. Kriegstreiber wie Spindelegger und Co. werden wir keinesfalls unterstützen. Es ist etwas grotesk, dass gerade die Partei, die seit Jahren Gegner der Wehrpflicht war nun knapp vor der Nationalratswahl für die Wehrpflicht stimmt. Wir treten im Gegensatz zur ÖVP auch für eine Demokratisierung der Wehrpflicht und eine Reform des Zivildienstes (Gerechte Entlohnung, Angleichung von Zivildienst und Wehrpflicht) ein.
Die Frage ob wir für die Aufhebung des Heeres stimmen stellt sich nicht. Daher empfehlen wir für den 20. Jänner für die Wehrpflicht und den Zivildienst zu stimmen.
Neutralität statt Berufsarmee.