Mittwoch, 7. August 2013 @ 06:18
Weil der Platz der Linken aus ihrer Sicht im Parlament leer ist, unternehmen die Kommunisten einen neuerlichen Anlauf. Die 48-jährige Sozialarbeiterin Gerda Pastyrik (48) ist Tiroler Spitzenkandidatin der KPÖ. „Wir wollen etwas bewegen, die Menschen aufklären, dass es so nicht weitergeht.“ Sie prangert die soziale Kälte im Land an und fordert Rettungsschirme für die Menschen und nicht mehr für die Banken. Im Unterschied zu den anderen Parteien habe die KPÖ nicht die einfachen Anworten auf die politischen Herausforderungen. „Es muss zu einem Umdenkprozess kommen, die Menschen müssen die Verantwortung wahrnehmen.“
100.000 Euro hat die KPÖ für den Wahlkampf zur Verfügung, „aber wenn uns alle diejenigen wählen würden, die schon einmal gewählt haben, könnten wir locker in das Parlament einziehen“, glaubt Messner. Bereits zum dritten Mal führt der KPÖ-Chef seine Partei in eine Nationalratswahl. Eine linke Opposition im Parlament sei notwendig, der Vergleich mit der deutschen Linken hinke. „Die beiden Systeme sind nicht vergleichbar“, betont Messner. Die Menschen müssten das System endlich ändern und aktiv werden. „Die Produktivität ist in den vergangenen 30 Jahren um 30 Prozent gestiegen, aber die Menschen verdienen im Durchschnitt weniger.“ Das passe einfach nicht zusammen.