Mittwoch, 10. April 2013 @ 07:49
Die Betriebskosten und die Mieten sind in den letzten Jahrzehnten ständig gestiegen. Anstatt, die Gewinne von Energie- und Mineralölkonzernen abzuschöpfen und die Großverbraucher zur Kasse zu bitten, müssen diejenigen, die sich Strom und Wärme für den täglichen Bedarf kaum leisten können, den Mengenrabatt für die Großverbraucher und die Gewinne der Energiekonzerne zahlen. Nebenbei wurde bei den Altbauwohnungen das Richtwertmietensystem eingeführt, das dazu führt dass für diese inzwischen schon fast Marktpreise verlangt werden können. Zusätzlich dazu wurden die MieterInnen in ein prekäre Verhältnisse gedrängt, weil sie dank der Befristungsmöglichkeit bei den Mietverträgen, alle drei Jahre darum bangen müssen, ob ihr Mietvertrag verlängert wird. Dass für Neubauwohnungen ohnehin Marktpreise verlangt werden, die getrost als Phantasiemieten bezeichnet werden können, sei hier nur am Rande erwähnt.
Während die Beschäftigten immer länger und immer intensiver für das gleiche Geld arbeiten müssen, steigen auf der anderen Seite die Lebenshaltungskosten. Reallohnsenkungen sind an der Tagesordnung. Auf der anderen Seite steigen die Unternehmensgewinne. Produktionsstandorte werden geschlossen und in Billiglohnländer verlagert, um die Lohnkosten noch weiter zu drücken.
Und zu guter Letzt: Es wird auch buchstäblich gerade Krieg geführt, und zwar permanent. Afghanistan ist seit 2001 Kriegsschauplatz und Österreich schickt seit 2002 auch Soldaten dorthin. Österreich hat in Libyen mitgemischt und entsendet nun unter Beifall der hiesigen Presse auch Soldaten nach Mali. Eine Politik, die eines Landes, das sich per Staatsvertrag zur Immerwährenden Neutralität verpflichtet hat, nicht würdig ist. Die Tatsache, dass die politischen Eliten hierzulande aus den Folgen von Großmannssucht und dem Streben nach Weltherrschaft auch nach 1945 offenbar nichts gelernt haben, sondern dass sie "zum Schutze von Zivilisten" auch mal mithelfen, andere Zivilisten zu bombardieren, ist beschämend.
Die KPÖ macht jedenfalls nichts anderes, als das, was dringend getan werden muss: Dem Irrsinn der bestehenden Verhältnisse das Konzept einer Solidarischen Gesellschaft gegenüber zu stellen.