Stingl (GLB): Welche Sozialleistungen will der Sozialminister abbauen?
- Montag, 26. August 2013 @ 07:39
Willkommen bei KPÖ Tirol (Alte Website - Archiv seit Juli 2022) Freitag, 1. Juli 2022 @ 19:16
Das Problem hat mehrere Wurzeln. Einerseits führen die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung des Pflegedienstes oft zum Arbeitsplatzflucht in andere Branchen und andererseits sind die Zugangsbedingungen zu Ausbildungsplätzen, bzw. zur Ausbildung oft nicht leistbar. Zwei Beispiele aus Tirol dazu:
Ein arbeitsloser Jugendlicher (22) will sich zum Pflegehelfer ausbilden lassen. Die Pflegestiftung schreibt allerdings ein Mindestalter von 23 Jahren vor. Er kann sich zwar ausbilden lassen, bekommt allerdings dann 13 Monate kein lang Arbeitslosengeld oder andere finanzielle Unterstützung.
Eine alleinerziehende Pflegehelferin will eine Weiterbildung zur Dipl. Krankenpflegerin machen, scheitert aber ebenfalls an der finanziellen Situation während der Ausbildungszeit.
Daher, es müssen vorrangig genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich müssen die Rahmenbedingungen so verändert werden, dass allen Ausbildungswilligen der Zugang ermöglicht wird.
Dort, wo sonst Studenten andächtiÂg Vorlesungen lauschen, hatteÂn am Dienstag an die 300 LandesÂärztinnen und -ärzte an der Klinik Platz genommen. Mit einiger Verärgerung im Bauch wollten sie von der Politikerrunde am Podium im großen Hörsaal der Chirurgie wissen, was diese als Therapie für die drängendsten Probleme der Ärzte an den Landeskrankenhäusern anbieten können. (...) Die Repräsentanten von acht (von elf) Listen stellten sich der Diskussion. Piraten, das Team StronacÂh und Für Tirol fehlten. (...) Josef Stingl (KPÖ) verlangte österreichweit einheitliche Bedingungen. Die Ideen, woher mehr Geld kommen könnte, waren phantasievoll. „Wir brauchen nur die Agrarfrage lösen, dann haben wir genug Geld“, meinte Gabi Schiessling (SPÖ). Fritz Gurgiser riet den Ärzten, in einem Tunnel zu arbeiten. „Dafür ist in Tirol immer Geld da. Die Gesundheit gehört endlich außer Streit gestellt.“ Quelle und Foto: Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Mi, 03.04.2013
Die KPÖ-Tirol-Antworten auf die Fragen der ÄrztInnenzeitung "Medical Tribune":
Sylvia Dürr, KPÖ
von Josef Stingl