KPÖ und GLB starten Einleitung eines Volksbegehrens:
- Dienstag, 1. Mai 2007 @ 06:00
"fairSORGEN!" gegen Armutsfalle Regress!"Handlungsbedarf ist angesagt!", erklären Rosmarie Thüminger (KPÖ-Tirol) und Josef Stingl (Gewerkschaftlicher Linksblock Tirol - GLB) gemeinsam anlässlich des diesjährigen 1.Mai. "Einige wenige Reiche werden immer reicher und die Armen werden immer mehr und immer ärmer, Frauen sind von dieser Entwicklung besonders betroffen, auch in Tirol", so Thüminger. "Mittlerweile ist allen klar, so kann`s nicht weitergehen: Schlagworte wie Mindestlohn, bedarfsorientierte Grundsicherung oder bedingungsloses Grundeinkommen sind nicht mehr nur bei linken Diskutierzirkeln zu hören, sondern sie gehören zur Tagesordnung sozialpolitischer Pressemeldungen", Stingl ergänzend.

Am 1. Mai demonstrieren weltweit arbeitende und arbeitslose Menschen - Einheimische und MigrantInnen, Jugendliche, Frauen und Männer - für ihre Interessen, so auch in Innsbruck. Wie in den letzten Jahren hat sich auch heuer wieder ein breites linkes Bündnis zusammen gefunden, um auch heuer wieder in der Tiroler Landeshauptstadt eine eindruckvolle 1.Mai-Demonstration zu organisieren. Im Bündnis sind türkische und kurdische MigrantInnen-, ArbeiterInnen- und Jugendorganisationen, sozialdemokratische Jugendorganisationen, gewerkschaftliche Teilorganisationen, bis hin zu kommunistische Organisationen vereint .
Eine Delegation übergab am 22. Jänner 2007 an Nationalratspräsidentin Barbara Prammer die seit Herbst 2006 für die Petition "Arbeitslos ist wertlos? - In welcher Gesellschaft wollen wir leben" abgegebenen Unterschriften zur Behandlung im zuständigen Petitionsausschuss. An der Übergabe waren namens des Personenkomitees "Solidarität und Soziale Sicherheit" Josef Stingl (stv. GLB-Bundesvorsitzender), Oliver Jonischkeit (ÖGB-Sekretär), Vida-Sekretär Ernst Wieser, und die Tiroler Betriebsrätin Maria Illetschko beteiligt.
"Wohlstand muss gerecht verteilt werden", lautete der Wahlslogan der SPÖ. "Die Koalitionsverhandlungen sind zu Ende, die Regierung mit der ÖVP fixiert, vom dem Ausstieg aus dem Eurofighter-Vertrag ist fast nichts übergeblieben, von der Abschaffung der Studiengebühr überhaupt nichts", so Josef Stingl, stv. Vorsitzender des Gewerkschaftlichen Linksblock (GLB). "Dafür bekommen die ArbeiterInnen und Angestellten von Gusenbauer und Schüssel, von SPÖ und ÖVP, die Erhöhung des Krankenversicherungsbeitrages, die Erhöhung der Mineralölsteuer, einen gelockerten Kündigungsschutz für Lehrlinge, längere Ladenöffnungszeiten und ein österreichisches HATZ IV verordnet."
"Schweinchen gelten traditionell als Glücksbringer zum Jahreswechsel. Aber, außer ein paar Reiche und Superreiche, haben im abgelaufenen Jahr die Menschen in Österreich und insbesondere in Tirol wenig Schwein gehabt", zieht Josef Stingl, Stellvertretender Bundesvorsitzender des Gewerkschaftlichen Linksblock (GLB) Bilanz. "Und 2007? Wiederum lassen sie die Sau raus!"
Schon zwei Wochen vor seiner wahrscheinlichen Angelobung ist der potentielle Schüsselnachfolger Pinocchiomäßig in dessen Fußstapfen getreten. Gestern begann nämlich seine Nase zu wachsen...
„Hatten wir in Tirol - und auch bundesweit - im Vorjahr die höchsten Arbeitslosenraten seit Bestehen der 2. Republik, so hat sich heuer der Trend der steigendenden Arbeitslosigkeit - unbefriedigend, aber doch - rückläufig entwickelt - in Tirol liegt er sogar noch über dem Bundesdurchschnitt. Diese "Tiroler Leistung" wird jetzt bei der Bundesfinanzverteilung für das AMS bestraft. Das Tiroler AMS wird für 2007 weniger Geld zur Verfügung haben. Gespart wird bei Qualifikationsmaßnahmen und bei der Förderung von sozialen Projekten und Vereinen, wie Ho&Ruck, dem 20er, der Sozialwäscherei, bei zeMIT oder der Schuldnerberatung“, stellt das überparteiliche Personenkomitee Solidarität und Soziale Sicherheit fest. 